Rente in Deutschland 2026 – was ändert sich?

Im Jahr 2026 treten gleich mehrere wichtige Änderungen und Reformen rund um die gesetzliche Rente in Kraft, die sowohl aktuelle Rentnerinnen und Rentner als auch Beitragszahler und zukünftige Rentnergenerationen betreffen. Diese betreffen Rentenhöhe, Hinzuverdienstregeln, Beitragssätze, Beitragsgrenzen und neue Förderungssysteme. (CHIP)


1. Rentenerhöhung zum 1. Juli 2026

Ein zentraler Teil der Rentenentwicklung ist die jährliche Rentenanpassung:

  • Nach aktuellen Prognosen dürfte die Rente ab dem 1. Juli 2026 um etwa 3,7 % steigen, weil die Löhne im Vorjahr gestiegen sind. (Main-Post)
  • Bei einer Rente von beispielsweise 1.000 € bedeutet das etwa 37 € mehr monatlich brutto. (t-online)
  • Die endgültige Anpassung wird im Frühjahr 2026 festgelegt, wenn alle Daten zur Lohnentwicklung vorliegen. (Main-Post)

Die Erhöhung soll über der erwarteten Teuerungsrate liegen und damit die Kaufkraft von Rentnern stärken. (Main-Post)


2. Aktivrente – steuerfrei hinzuverdienen

Ein wirklich neues Element ist die sogenannte Aktivrente, die ab 1. Januar 2026 gilt:

  • Rentnerinnen und Rentner, die die Regelaltersgrenze erreicht haben und weiter sozialversicherungspflichtig arbeiten, können bis zu 2 000 € pro Monat steuerfrei hinzuverdienen. (Bundesregierung.de)
  • Voraussetzung ist, dass weiterhin Beiträge zur Rentenversicherung oder einer betrieblichen Altersversorgung gezahlt werden. (https://www.ebnerstolz.de)

Dies soll einen Anreiz schaffen, auch im Alter länger beruflich aktiv zu bleiben und gleichzeitig die gesetzliche Rente zu ergänzen. (Bundesregierung.de)


3. Beitragsbemessungsgrenze & Rechengrößen steigen

Auch die Bemessungsgrundlagen der Rentenversicherung werden angepasst:

  • Die Beitragsbemessungsgrenze – also das Einkommen, bis zu dem Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt werden – steigt 2026 auf etwa 8 450 € pro Monat. (CHIP)
  • Das bedeutet: Wer mehr verdient, zahlt auf Einkommen über dieser Grenze keine zusätzlichen Rentenbeiträge mehr. (CHIP)

Weitere Rechengrößen wie die Bezugsgröße und Durchschnittsentgeltwerte steigen ebenfalls, was Auswirkungen auf Rentenpunkte und spätere Rentenhöhe hat. (t-online)


4. Hinzuverdienstregeln bei Erwerbsminderung

Auch für Menschen mit Erwerbsminderungsrente ändern sich die Hinzuverdienstgrenzen:

  • Wer eine volle Erwerbsminderungsrente bezieht, darf zukünftig mehr verdienen (rund bis zu 20 700 € pro Jahr), ohne die Rente zu kürzen. (Bundesregierung.de)

Damit sollen Anreize für zusätzliche Beschäftigung auch bei gesundheitlichen Einschränkungen gesetzt werden. (Bundesregierung.de)


5. Reformprozesse & Rentenpolitik 2026

Zusätzlich zu diesen konkreten Änderungen startet 2026 eine intensive politische Diskussion über die zukünftige Struktur des Rentensystems:

  • Eine Expertenkommission soll Vorschläge für eine größere Rentenreform erarbeiten, die das System langfristig nachhaltiger gestalten soll – etwa im Hinblick auf demografische Herausforderungen. (CHIP)

Kurz gefasst: Das ändert sich 2026 bei der Rente

Bereich Wichtige Änderung
Rentenerhöhung Prognose: + ~3,7 % ab Juli 2026 (Main-Post)
Aktivrente Bis 2 000 € steuerfrei hinzuverdienen möglich (Bundesregierung.de)
Beitragsbemessungsgrenze Steigt auf ~8 450 €/Monat (CHIP)
Hinzuverdienst bei Erwerbsminderung Höhere Grenzen (Bundesregierung.de)
Langfristige Reformdebatte Expertenkommission arbeitet an grundlegenden Änderungen (CHIP)

Warum diese Änderungen wichtig sind

Deutschland steht vor demografischen Herausforderungen: Mehr ältere Menschen, weniger Beitragszahler bedeuten Druck auf das umlagefinanzierte Rentensystem. Maßnahmen wie die Aktivrente, stabile Rentenniveaus und Anreize zur längeren Erwerbstätigkeit sollen das System leistbar und gerecht halten – ohne zu starke Belastungen für die jüngere Generation. (CHIP)


Wenn du möchtest, kann ich dir eine persönliche Checkliste für Rentner*innen 2026 oder eine Grafik für Social Media zu diesen Änderungen erstellen!

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